TAB / STS
Publikationen
Im Kern sind „Tabelle“ (Stammstrukturen) und „Status“ (Laufzeit) zwei getrennte, zusammenhängende Publikationslogiken nach DATEX II.
DATEX II normiert strukturierte Meldedaten zur Ladeinfrastruktur. Basis bleibt Ihr CPMS; OB7 ist kein CPMS — optional können Meldewege angereichert werden, wenn OB7 eingebunden ist.
Demonstration: Ladepunktstatus von Besetzt zu Frei, Tarif von 45 auf 42 Cent je Kilowattstunde.
CPMS
Ladepunkt
Tarif je kWh
OB7 Admin
Ladepunkt
Tarif je kWh
Mobilithek
Ladepunkt
Tarif je kWh
CPMS
Ladepunkt
Tarif je kWh
OB7 Admin
Ladepunkt
Tarif je kWh
Mobilithek
Ladepunkt
Tarif je kWh
Kompetenzgrenzen klären
Mess‑ und Stammdaten liegen beim CPMS; OB7 ist kein CPMS und ersetzt diese Rolle nicht. In Deutschland führt die strukturierte Ausspielung oft über die Mobilithek; in EU‑Texten heißt dieselbe Funktion meist National Access Point (NAP). Mit OB7 können Sie Meldewege bei Bedarf anreichern oder Daten abgleichen — etwa wenn Ad‑Hoc‑Preise bei Ihnen maßgeblich sind.
TAB / STS
Im Kern sind „Tabelle“ (Stammstrukturen) und „Status“ (Laufzeit) zwei getrennte, zusammenhängende Publikationslogiken nach DATEX II.
≤24h / ~1 min
Regulatorischer Maßstab: Stammdaten in der Regel max. etwa ein Tag nach Änderung, dynamischer Zustand deutlich schneller (typisch kurze Minute‑Skala).
AFIR · DE
In Deutschland konkretisiert das AFIR‑Lade‑Profil (Mobilithek‑Leitlinien), welche Inhalte und Metadaten praktisch verlangt werden.
Vom physischen Platz zum Feed
Typischerweise gibt es eine hierarchische Stammsicht (Gebiet, Ladestation, Ladepunkt, Konnektor) und gesonderte dynamische Hinweise etwa zu Verfügbarkeit oder Preisen, wie es das nationale Profil vorsieht. Stabile IDs helfen ebenso wie eine klare Zuständigkeit und ein Datenpfad, der ohne Medienbruch vom CPMS bis zur Schnittstelle läuft.
Stammdaten (Tabelle)
Adresse, Koordinaten, Steckertypen, Leistung, Zugang und Öffnungszeiten ändern sich eher langsam und bilden häufig die TAB‑Publication.
Dynamische Ebene
Sichtbare Verfügbarkeit oder technische Hinweise sollten ohne Medienbruch mit Stammschlüsseln referenziert werden und hohe Aktualität erhalten.
Preis / Zugang
Ad‑hoc‑ und reguläre Preisrelationen gehören in den AFIR‑Kontext; das Detail hängt von Profil‑ und Datenlage ab.
Bereitstellung
Viele Betreiber laden ihre strukturierten Pakete über die Mobilithek ein. Unter NAP läuft derselbe rechtliche Rahmen ohne dass ein Portalname gefallen muss.
Typische Datengruppen
Diese Datengruppen tauchen in fast jedem konsistenten Meldebestand auf, egal ob OB7 transportiert oder das CPMS selbst beliefert wird.
Hierarchie
Konsistente IDs und technische Eckdaten ermöglichen, dass dynamische Ereignisse dieselbe Ladeposition referenzieren können.
Preis
Wenn Preisinformation Teil der Veröffentlichtungspflicht ist, sollten Quelle CPMS‑nahe Daten bleiben, damit keine Doppelarbeit entsteht.
Dynamik
Schnelles Nachziehen gegenüber der Realität am Ladepark reduziert Beschwerden und Suchmaschinenfehlzuordnungen.
Validierung
Feldpflichten, ENUM‑Werte und Profilconstraints werden vor Übertragung geprüft statt später manueller Korrektur.
Mobilithek
OB7 kann Daten optional anreichern und aufbereiten; die konkrete technische Übergabe in die Mobilithek bzw. die vertraglich vereinbarten NAP‑Komponenten liegt bei Ihrer Systemlandschaft und Zugangszertifikaten.
Rolle OB7
OB7 bleibt Whitelabel‑Admin ohne CPMS‑Ersatz: Daten optional anreichern, prüfen und für Meldewege vorbereiten — nicht Primärbetrieb am Ladepunkt ersetzen.
Möglicher Ablauf (optional)
Ohne CPMS geht es nicht: dort entstehen Bestand, Status und Tarifkontext. OB7 kann nur ergänzen, nicht die Betriebstiefe des Feldes ersetzen.
Strukturen, Änderungen, Statuszyklen oder Preiskeulen entspringen dort, wo laden technisch geschieht.
Fehlen Metadaten, kann das Admin‑System aus vorhandenen Quellen kombinieren, normalisieren oder UI‑gestützt nachziehen.
Profilbezogene Constraints und Feldprüfung vor Export reduzieren Rückläufer seitens der Mobilithek.
Technische Übergabe richtet sich nach Ihrer Architektur und Verträgen, oft zusätzlich zu anderen Datenwegen nach außen.
Warum es zählt
Veröffentlichte, aktuelle Daten verbessern Sichtbarkeit, Routing und Vertrauen bei Fahrerinnen und Fahrern.
Kein Rechtsrat durch Marketingtexte. Regeln zu DATEX II und AFIR ändern sich. Verantwortung für CPMS, IT und Recht bleibt bei Ihnen und Ihren Partnern. OB7 liefert technische Orientierung, ersetzt aber weder Betrieb vor Ort noch ein CPMS.
Fahrer
Navigations- und Mobilitätsdienste können Ladepunkte leichter anzeigen, wenn Daten strukturiert und aktuell vorliegen.
Betrieb
Automatisierte Feeds reduzieren wiederkehrende Pflege in Tabellen, Portalen und manuellen Meldestrecken.
Governance
Pflichtfelder und Änderungen werden als Prozess sichtbar und lassen sich intern besser verantworten.
Kurze Antworten zu DATEX II, Mobilithek und wo OB7 ohne CPMS einzuordnen ist.
DATEX II ist ein unter CEN betreutes Datenmodell mit passenden Schnittstellen. Für Ladeinfrastruktur unterscheidet man grob eine strukturelle Publikation (Standorte, Ladepunkte, Konnektoren) und eine dynamische (etwa Verfügbarkeit), jeweils passend zum AFIR‑Profil.
Die Mobilithek ist Deutschlands nationale Plattform für strukturierte Daten zu öffentlicher Lade- und Kraftstoffinfrastruktur. Dort binden Betreiber ihre Uploads in der Praxis häufig ein. Der EU-Fachbegriff dafür lautet National Access Point oder kurz oft NAP; andere Mitgliedstaaten nutzen eigene Portalnamen.
Typisch sind sichtbare Stand‑ und Ladepunktdaten, dazu Verfügbarkeit und unter Umständen Preisinformation, abhängig vom Profil. In Deutschland steht dafür die Mobilithek mit ihren Vorgaben im Raum.
Öffentlich zugängliche Ladeangebote fallen unter melderelevante Regeln. Umfang und Fristen klären Sie mit Fachleuten. Technisch sind mehrere Wege möglich.
Nein. OB7 ist kein CPMS: Mess‑ und Betriebsdaten entstehen in Ihrer Ladenetz‑Software. Wenn Sie das wollen, können Meldedaten über OB7 zusätzlich angereichert werden — etwa mit Tarif‑ und Preisbezügen dort, wo Ad‑Hoc bei Ihnen führend ist — und DATEX‑II‑tauglich ausgespielt werden.
Nach Wunsch und Architektur kombiniert OB7 Stammdaten, prüft sie und kann fehlenden Kontext aus führenden OB7‑Bausteinen nachziehen — zum Beispiel Preisfelder, wenn QR‑ oder Ad‑Hoc‑Tarife bei Ihnen maßgeblich sind — bevor strukturierte Pakete etwa an die Mobilithek oder andere NAP‑Komponenten gehen.
Rechtlicher Referenzrahmen setzt sehr kurzfristige Aktualitätsanforderungen für dynamischen Zustand (typisch etwa Minutenbereich). Stammdaten tolerieren höhere Latenzfenster bis zur tagesskaligen Größenordnung. Die praktisch erreichbare Frische hängt von Ihrer Systemkette und der gewählten Meldearchitektur ab.
Schnittstellen können je nach Vertrag extra kosten. Diese Seite ersetzt kein Angebot; den Umfang klären Sie mit dem Vertrieb.